Zwischen Feuer und Eis: Björn Oddsson

Shownotes

Island, das ist Feuer und Eis, Vulkane und weite Landschaften. Für Björn Oddsson ist es vor allem die Heimat seiner Kindheit. Geboren 1951, wächst er in einem einfachen Quartier am Rand von Reykjavík auf. Sein Vater ist Unternehmer, seine Mutter sammelt Steine, und über dem Ehebett der Grossmutter hängt ein Bild von Stalin.

Als junger Mann kommt Björn Oddsson in die Schweiz. An der ETH Zürich studiert er Geologie und Geotechnik und beschäftigt sich beruflich mit dem, was unter uns liegt. Er berechnet Tunnel, unterrichtet an Hochschulen und leitet später die Weiterbildung an der ETH.

Nach der Pensionierung entdeckt er eine andere Leidenschaft neu: die Sprache. Mit viel Geduld und Liebe zum Detail übersetzt er den Schweizer Kinderbuchklassiker «Schellen-Ursli» ins Isländische.

Im Wortwechsel spricht Björn Oddsson über seine isländischen Wurzeln, über Steine und Landschaften, über das Leben zwischen zwei Kulturen und darüber, warum Geschichten manchmal Brücken bauen können – sogar zwischen den Alpen und dem Nordatlantik.

Dieses Podcast-Gespräch entstand live im Rahmen der Veranstaltungsreihe «WortWechsel» in der Alten Fabrik Rapperswil. Veranstaltet wird WortWechsel von der Alten Fabrik Rapperswil, der Gebert Stiftung für Kultur und der Stadtbibliothek Rapperswil-Jona. Wer die besonderen Gespräche künftig live miterleben möchte, findet die nächsten Termine auf den Webseiten der Veranstalter.

www.alte-fabrik.ch/wortwechsel
www.stadtbibliothek-rj.ch

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:09: Das ist der Lebensklang, der Podcast von Menschen aus ihrem Leben erzählt.

00:00:14: Ich bin Daniela Hauviller.

00:00:16: Heute ein Gespräch vor Publikum mit Björn Ozzon.

00:00:20: Er ist ins Land geboren und mit zwanzig in die Schweiz gekommen zum Geologie studieren.

00:00:24: Später hat er an verschiedenen Orten in der Schweiz den Boden untersucht – so als Rapperswil für das Tunnelprojekt!

00:00:32: Wir reden über beide Welten, Island- und Schweiz, gehen in Tüffi und schauen verschiedene Schichten an im Boden und im Leben.

00:00:41: Um die entdeckte Schellenursli in einer ganz neuen Version, nämlich auf Islandisch – viel Vergnügen beim Losen.

00:00:55: In den Jährn-Ozonen kamen Rekäwecke auf die Welt.

00:00:58: Was sind seine ersten Erinnerungen?

00:01:01: Wie sah das Island damals vor gut sieben Jahren aus?

00:01:05: Ja, das war ganz anders als es heute ist.

00:01:08: Ich bin in einem Neubau-Quartier aufgewachsen.

00:01:13: Das gehört heute zu der Innenstadt.

00:01:16: Es hat sehr viele Kinder gehabt und in dem Quartier waren auch so Barakken von den Militär, das weggezogen ist von den Engländern und Amerikanern.

00:01:28: Und da sind viele arme Familien da gewohnt und mit denen hat man gespielt und es waren keine Klassen Unterschiede, obwohl meine Eltern eigentlich ganz gut situiert waren.

00:01:38: Da hat man gespielt mit diesen armen Kindern, die zum Teil Assoziale...

00:01:44: Also ich sehe so eine Siedlung jetzt da in diesem Island mit Borocken?

00:01:48: Was für Farbe!

00:01:49: Es war relativ viel grau und in der weiten blaue Berge.

00:01:55: es hat sehr wenig grün gehabt.

00:01:58: das hat sich auch sehr geändert jetzt mit dem Klimawandel in den letzten drei bis vierzig Jahren total anders als ich aufgewachsen bin.

00:02:07: Und da, wo ich zu Hause war, da hat es dann auch so vom Gletscher geschliffene Steine... Das waren also Passalt-Säulen, die man gesehen hat.

00:02:18: Und da hatte man früher den Bakalau getrocknet.

00:02:22: Bakalao ist der Torsch oder Kabeljau mit sehr viel Salz und getrocknete, aber nicht so schwierig zu trocken.

00:02:30: Es regnet auch viel.

00:02:32: Da hätte ich es lange dort gelegen.

00:02:34: Aber das war vor meiner Zeit.

00:02:35: Dort hat man gespielt.

00:02:36: Das war Graue, graue Passalt von Reykjavík.

00:02:40: Bevor wir so ganz fest innen steigen, nimmt es mich wundert jetzt hier in der Schweiz, welche drei Sachen vermissen du von Island?

00:02:48: Das Meer.

00:02:51: Ich vermisse auch die Weide, also auch flache Landschaften und das ist dann auch mit dem Meer aber es gibt auch Sanderebenen.

00:03:03: Ist Island eher ein Fläch?

00:03:05: Ich habe mir vorgestellt, es wird die Schweiz auch mit Bergen.

00:03:07: Aber ich war aber noch nie dort.

00:03:09: Es hat schon Berge, aber die kommen maximal auf zwei Tausend Meter.

00:03:14: Zwei Tausendeeinhundertneunzehn Meter ist der höchste Berg bei uns und da sind wenige, die das erreichen.

00:03:22: Also du vermisst das Meer?

00:03:23: Du vermisst die Weite und das Dritz?

00:03:27: Ich vermisse eigentlich ... Ja... Ich vermiss die Gesellschaft dort!

00:03:35: Die Leute, ich habe ein furchtbaren Heimweh.

00:03:39: Du hast Heimei?

00:03:41: Auch immer der Faschtraune!

00:03:43: Und ja es ist so... Ich vermisse die Sprache auch.

00:03:46: Man muss sich das vorstellen.. Ich bin seit zweiundfünfzig Jahren hier in des Waldes wenn ich die fünf Jahre abziehe wo ich nach dem Studium in Island war und ich hab eigentlich meine Sprache kaum gesprochen.

00:04:00: In Island ist man sehr astound.

00:04:02: wie gut ich Island spreche Das liegt daran, ich lese zwangsläufig die Bücher der alten Sagas und das was ich zuhause habe.

00:04:14: Ich lese das immer wieder und wieder und bin sehr wortgewandt auch in Islandisch.

00:04:21: Und wenn wir es kehren tun, welche drei Sachen schätzt du hier in der Schweiz, wo es eben Zisland nicht so gibt?

00:04:27: Ich schätze die Sicherheit in allen Belangen.

00:04:33: Ich schätze unheimlich das politische System, die Demokratie, die man hier hat.

00:04:40: Und ich schätze natürlich auch die Landschaft, die auch wenn sie ganz anders ist als bei uns und ich schatze auch Freunde – ich habe nicht sehr viele aber ich habe einige gute.

00:04:51: Wo du da in der Schweiz gefunden hast?

00:04:56: Die lange Winter, dass sie nicht so dunkel sind wie in Island.

00:05:00: Ist das für dich nicht so ein Nachteil?

00:05:02: Viele haben mir gesagt, Island ist schön, aber die Winter ... Du hast sie mit Alkohol betäubt oder musst schustig überleben.

00:05:10: Wie hast du

00:05:11: es?

00:05:12: Nein, das ist kein Problem für die Islander.

00:05:17: In der Winterzeit lebt eigentlich die Kultur.

00:05:22: Das sind die Theateren und Konzerte.

00:05:25: Wir haben Energie im Überfluss.

00:05:28: Die Stadträger sind beleuchtet, die Fußwege sind beheizt mit Bodenheizung.

00:05:32: Echt?

00:05:33: Der Boden ist beheizen?

00:05:35: Ja und zum Teil die Straßen in den neuen Quartieren...

00:05:39: Wieso tut man den Boden beheinten?

00:05:41: Weil das ist sehr viel Regen und Schnee und dann taut es und dann wird der Eis sehr glatt!

00:05:48: Und so muss man nicht salzen.

00:05:49: So ist einfach immer schön geheizd ja

00:05:51: Aber die Winterzeit ist nicht ein Problem.

00:05:55: Viele freuen sich drauf, wenn die Schulen damals als mal jung waren.

00:06:00: Ich war ja mit neunzehn Jahren in die Schweiz gekommen und ich kenne das eigentlich mehr als Junge.

00:06:06: Und da hat man dann sich gefreut, wenn alle Kinder aus den Ferien ... Das ist üblich oder zu meiner Zeit, dass die Kinder auf einen Bauernhof geschickt werden.

00:06:18: Wir hatten vier Monate Sommerferien Da mussten die Eltern irgendwie diese Kinder loswerden.

00:06:24: Da kam ich auf einen Bauernhof.

00:06:26: Bist du auch auf einem Purohof geschaffen?

00:06:29: Vier Jahre habe ich es geschafft, also ich habe mit den Händen das war weil würde man als Kindere – wie sagt man das?

00:06:38: Kinderarbeit!

00:06:39: Führte man es beschimpfen, aber das war wunderbar.

00:06:42: Und ich habe hier Bladern gehabt vom Heukehren.

00:06:46: Ich war bei einem Bauer der neu angepangen hat, hatte keine Maschinen und gar nichts.

00:06:51: Wie ist mir denn da vermittelt worden?

00:06:53: Also ist das ein Bekannter von dir oder...?

00:06:56: Ich hatte den Bruder von meinem Großvater, er war ein Bekanter... So eine Junggeselle dort.

00:07:04: Irgendwie ist das über die Diätin wahrfällig gegangen.

00:07:07: Und was hast du genau müssen machen?

00:07:08: Also wenn du sagst, du hast Schwila an der Hand bekommen... Also

00:07:11: wir sind früh am Morgen dann gefrühstückt in aller Frühe.

00:07:14: Dann hat man die Kühe geholt dich mit dem älteren Sohn vom Bauern.

00:07:19: Da hat man sie draußen geholt und zum Stall gebracht.

00:07:24: Dann wurden die gemolken und vom Hand.

00:07:27: Man hat da so ein Teil auch gelernt.

00:07:30: Das war ja vier Jahre dort und dann hat man die Kühe wieder zurückgebracht.

00:07:35: Und dann haben wir sehr viel Zeit verbracht, Steine zu schleppen aus dem, was ein Feld werden sollte.

00:07:45: Dann kam auch die Heuende – das war eine harte Seite.

00:07:50: Der hatte keinen Traktor, konnte es nicht selber mähen!

00:07:55: Ich sehe schon ganz viele Sachen, die zum Schellenurslid passen.

00:07:59: Es ist spannend, dass wir so schnell dort sind und auch die Steine kommen ... Das ist eine der ersten Wörter, wo die Steinen kommen.

00:08:06: Und eben diese Arbeit vom Schellen-Ursli.

00:08:09: Jetzt aber noch schnell zu dir, Kindheit, dein Vater war Kaufmann, war aber schon am Anfang für ein Jahr ausgefallen im Spital.

00:08:19: Dein Mutter hat das gemanagt?

00:08:21: Wie weit hätte ich den Vater beeinflussen?

00:08:24: Solange krank warst

00:08:25: du?

00:08:26: Ich habe das natürlich so nicht gemerkt.

00:08:29: Also ich war dann gerade einjährig, als mein Vater krank wurde und in einem Jahr im Spital war.

00:08:35: Das habe ich nicht gemerkt.

00:08:37: Und dabei waren meine Eltern am Bauern von dem Haus, wo wir dann eingezogen sind in diesem Jahr.

00:08:44: Du hast vorhin gesagt, ich hätte das nicht nötig in einer Barocke zu ziehen.

00:08:49: Wieso sind du denn?

00:08:50: Wir waren

00:08:52: nicht in

00:08:53: der Barocca.

00:08:54: Nein mein Vater hat sich engagiert im sozialen Wohnungsbau in Island und es war das Ziel diese Quartiere auszurotten neue Wohnungen für die Leute zu bauen.

00:09:07: Das war so eine Landflucht.

00:09:09: Da kamen die Leute von überall aus Island.

00:09:13: Das hat Geld gegeben während dem Krieg und sie sind dann irgendwo untergekommen, als die Engländer und Amerikaner wegfuhren.

00:09:23: Dann haben sie diese Häuser genommen.

00:09:26: Und mein Vater hat das Haus gebaut mitten in so einem Campus.

00:09:31: Wieso hättest du es in diesem Campus gebaut?

00:09:34: Wir konnten sagen, dass wir am Meer mit Blick auf Gletscher und Meer bauen

00:09:38: können.

00:09:38: Ja, gut.

00:09:39: Die Parakken waren sehr niedrige so Rundhäuser mit runden Bögen wie diese Militärparaken sind und das Haus war ... Man hat über das gesehen.

00:09:52: Wir haben damals in die Berge gesehen.

00:09:55: Da sieht man jetzt nicht mehr.

00:09:56: Das war Stadtrand!

00:09:58: Wie hätte euer Susus

00:09:59: gesehen?

00:10:00: Das war ein sehr schönes Haus.

00:10:05: Meine Eltern waren noch... im Ausland.

00:10:08: das hat, konnte Irae die passen auch in Rapperswil.

00:10:11: Also aus Stein mit dem Egebeldach?

00:10:14: Ja aus Stein und es hatte einen Gartentor so mit einem römischen Bogen ein Maurstein was sonst nicht gibt.

00:10:23: und die Mutter hat dann einen Garten angelegt dort um das Haus und dieser Garten.

00:10:29: da gab's eigentlich kaum Gärten in Reykjavik.

00:10:33: In zum ersten Mal ein Garten prämiert in Regiawig, den schönsten Garten vor Regiavik.

00:10:42: Und als meine Mutter der Preis nicht bekommen hat, hatte sie einen Riesenauflauf in der Zeitung und in die Medien, dass das nicht richtig war.

00:10:52: Und dann im Ein- und Sechzig hat sie dann den Preis gekriegt!

00:10:56: Was hätte sie denn abpflanzt mit dem Geld?

00:10:58: Also was ist da gewachsen?

00:10:59: Sie

00:11:00: hat sehr vieles Fingstrosen, Rose, hat sie einen riesen Beet mit Rose... Die kamen dann, die erste Rose hat dann geblüht am ersten August.

00:11:12: Am Geburtstag von meinem Vater und die haben dann gehalten vielleicht das war dann vorbei.

00:11:20: im September war es schon längst vorbei.

00:11:24: alle möglichen also sehr viele rote und gelben.

00:11:28: ja rote ich glaube so in meiner erinner aber sie hatten auch kleine tannen Und Birken und Goldträgen, alles Mögliche hat sie da.

00:11:42: Und Steinbrecher so kleine Pflanzen, sehr vieles Verschiedene.

00:11:51: Das ist interessant auch zu sagen.

00:11:53: also diese Bäume da hat sich so einen Aufwand gemacht.

00:11:56: das kam dann so Holzfosten um die kleinen Tennele.

00:12:00: die waren vielleicht so groß wie ich und da kam Judesack drüber Und dann ist das gewachsen.

00:12:08: Als ich mit neunzehn Jahren wegging, da waren die so etwas so groß wie ich und jetzt sind es Riesenbäume und jetzt wachsen die Bäume so viel schneller als damals war.

00:12:20: Gleich nochmal du sagst, dass du in diesem Feld also in dieser Sittlinge der Barocken-Sittling aufgewachsen mit dem schönen Haus in der Mitte.

00:12:29: Ist das Freiheit gewesen oder hätte es auch nicht gegeben?

00:12:32: Also wenn du sagest, Ein Kind mit der Leihzänderung war da, wie muss ich mir das vorstellen?

00:12:39: Du als kleiner Giel unterwegs.

00:12:43: Ich weiß nicht ob ... Ich habe dann natürlich keinen Neid gehabt aber vielleicht andere, aber ich habe es nicht gespürt und diese Kinder sind zum Teil auch in die Schulen, dieselben Klassen gekommen Und so, da waren keine großen Unterschiede in dem Sinn.

00:13:02: Sie hat natürlich dann nachdem mein Vater das Haus gebaut hat, wurde das eingezogen und da kamen immer mehr und mehr Häuser an Kassels Quartier.

00:13:13: Die letzten von diesen Barakken wurden dann in den Sechzigerjahren abgerissen.

00:13:21: Da sind drei viel modernere Gehäuser in der nächsten Nachbarschaft.

00:13:26: Da waren die letzten Barakken weg.

00:13:28: Und jetzt noch interessant, in Räkjavik hat es eine Baracke übrig gegeben am Flughafen an Räkkjavikk und da hat sich das Renoviert vor etwa zehn Jahren mit Architekten und so weiter.

00:13:44: Die haben sich derartig übernommen als ich sage, dass war diese kleine Barackel mit einem kleinen Kaffee oder so... Kostet über zwei Millionen Franken das so renovieren und so zu machen?

00:14:00: Also, da hat man diese gerettet.

00:14:03: Damit man eine hat!

00:14:05: Ein anderes Bild, das wir noch von unserem Vorgespräch geblieben haben ist, dass deine Grossmutter auf der Insel Rekiavik aufgewachsen ist.

00:14:14: Über ein Ehebett ist nicht etwa Mutter Maria oder Jesus oder so gehangen, sondern Stalin.

00:14:23: Das war es so.

00:14:25: Hast du das als Buepwarr genommen, diese Botschaft?

00:14:30: Stalin ist ja doch eher ein Diktator, der viel Leid gebracht hat.

00:14:36: Wieso kommt's zu dem?

00:14:37: Wie klärst du das?

00:14:39: Die waren einfach rot und haben geglaubt an einen dritten Weg oder einem zweiten besseren Weg als den Kapitalismus.

00:14:51: Ich habe sie ja nicht kennengelernt, also die waren gestorben als ich geboren.

00:14:55: Aber die waren wirklich rot und für sie war das wieder Heiland!

00:15:04: Du hast eben auch ein rotes Hemmchen an und wenn man hier ... Ah, guckst du?

00:15:10: Hier ist es für sich ein Kommunismus-Embleme so Hammer

00:15:14: usw.,

00:15:15: wie weit bist du ein Kommunist?

00:15:17: Ich war ziemlich radikal und rot in meiner Jugend.

00:15:21: Ja, das haben wir gar nicht besprochen aber ich lief herum in einer... also als Mao war, bevor ich ins Gymnasium kam da habe ich dann mal so eine Jacke gekauft in einem Arbeitergeschäft sowie die Chinesen Und habe zwei Medaillen die mein Großvater Silbermedaille bekommen hat vom dänischen König.

00:15:45: Habe ich darauf gehängt Und so bin ich gelaufen und hinten drauf stand, der Osten ist rot.

00:15:51: Was hätte das gar?

00:15:54: Wieso hast du es gemacht?

00:15:55: Ja, meine besten Freunde waren da.

00:15:59: Das hat sich dann geändert aber meine Mutter war eine Trotskiisten.

00:16:06: Und was ganz komisch eigentlich mit einem Industriellen in Island verheiratet sich streiten können.

00:16:16: Er war so mehr Sozialdemokrat, nicht ganz so ärztkonservativ aber ich habe das manchmal als Witz gesagt und passt vielleicht nicht, aber ich lasse das trotzdem hier.

00:16:31: meine Mutter die blieb so rot wie sie immer war bis uns los und alles der eiserne Vorrang fiel.

00:16:41: da hat sie das Gehör verloren Aber sie wollte nichts mehr hören von dem, das brachte zusammen eine Welt für Sie.

00:16:50: Also für sie ist es wichtig, dass sie das glaubt?

00:16:53: Die hat dann irgendwie sich in den ... ja... Ja!

00:16:59: Sie hat dann das geglaubt.

00:17:03: Gut, sie hat dann kennende die zum Beispiel.

00:17:06: Den hat sie gerne gehabt.

00:17:08: So aber sonst ... Da waren lieber Kruschoff und Präschenöffel und so.

00:17:14: Ich weiss nicht.

00:17:16: Ist Island wirklich nahe, auch mit Russland verhängt?

00:17:19: Also das ist die Verbindung oder... Da war

00:17:22: eine Verbindung.

00:17:22: ja!

00:17:24: Wir haben das Öl alles damals im Benzin gekauft von denen und wir ... Das war immer ein Tauschgeschäft.

00:17:34: Und wir konnten den Tisch dorthin verkaufen als kein anderer das wollte.

00:17:39: Und Lammfleisch Schaf, Fleisch und Salz.

00:17:42: Butter und Milchpulver und weiste Teufel war es!

00:17:46: Und das waren Tauschgeschäfte mit den Russen... ...und dann hatten wir immer ein amerikanisches Militär am Flughafen von Regge wo die Vulkanausbrüche jetzt gewesen sind.

00:17:59: Das war ein Gift für meine Mutter wenn mir zum Flughafe fuhren und mussten dem Pass im eigenen Land zeigen.

00:18:08: früher Wenn man auf dem Flughafen kam, das ist ein langer vorbei.

00:18:12: Aber das war in meiner Jugend da.

00:18:15: Also schmelzt Tegel zwischen mit russischem und amerikanischem Einfluss so quasi einen Inseln?

00:18:23: Das ist wie die Schweiz – das sage ich auch immer – in Island.

00:18:27: Die Schweiz ist auch wie eine Inselmittern in diesem Europa.

00:18:33: Diesen Chaos gibt es bei der EU!

00:18:37: Und die EU versucht die Schweiz da zu unterdrücken, ob es in der Wissenschaft ist oder wie auch immer.

00:18:46: Die sind nicht viel anders als die Amerikaner jetzt mit den Trampen.

00:18:49: Die haben aber auch ihre Zölle und ihre...

00:18:52: Also Schwyz und Island sind eigentlich miteinander verwandt?

00:18:55: Ja, das ist auch in dem Buch.

00:18:57: Es hat viele solche Verknüpfung zwischen Island und der Schweiz!

00:19:02: Wir kommen auf das.

00:19:04: Mich nennt es noch Wunder, du sagst als junger Mann bist du in die ETH Zürich gekommen?

00:19:09: War das eine bewusste Entscheidung oder ist das irgendwie zu erfällig entstanden?

00:19:13: Wie kommt man von Island an die Eth Züri und geht Geologie studieren?

00:19:17: Geologie könntest du auch aus Island studieren!

00:19:20: Es war ein... im Grunde genommen war es letztendlich ein Missverständnis.

00:19:24: Ein

00:19:25: Missverständniss?!

00:19:27: Mein Bruder hat... ich habe acht, halb Jahre älteren Brüder Und der hat Bauingenieur studiert, Andrea.

00:19:37: und warum er in die Schweiz kam weiß ich nicht.

00:19:40: Aber ich vermute es jetzt.

00:19:41: meine Eltern sind so lange gestorben aber mein Vater hat am ersten August Geburtstag und das war wahrscheinlich irgendwie für ihn wichtig.

00:19:51: Dann hat mein Bruder gerade fertig hier an Andrea und hat gearbeitet an Andrea zwei Jahre Und er hat mir dann gesagt, ich wollte Geologie machen.

00:20:06: Er hat gesagt, da sind alles Vulkanologen und die brauchen wir gar nicht.

00:20:12: Man braucht Ingenieurgeologen.

00:20:14: Wir wollen Kraftwerke bauen – Brücken, Straßen, Tunnels usw.

00:20:19: Da ist jetzt ein neuer Professor gekommen, André Tha der Ingenieurgeologie.

00:20:25: Das soll Baugeologie machen!

00:20:28: Du sagst, du bist eigentlich wegen deinem Brüder auf die ETH Zürich.

00:20:33: Und wenn hat die Liebe zu den Steinen angefangen?

00:20:35: Man hat gesagt, deine Mutter hatte so eine Steinsammlung und sie ausgestellt.

00:20:40: Hat das dort angefangen?

00:20:42: oder warum diese Liebe zu der Steine?

00:20:43: Das ist von dort gekommen.

00:20:45: Sie hat einen sehr schönen französischen antiken Schrank mit Glas-Vitrine.

00:20:53: Das hat sie schon immer gehabt und da waren ... hat sich Steine gesammelt.

00:20:57: Mineralienstücke oder komische Steine, Runde und alle möglichen.

00:21:02: Und da ist man irgendwie... Man hat laufen gelernt, er hat sich gehalten und seine Fingerabdrücke auf dieses Glas getan.

00:21:12: Also das Interesse ist dort gekommen.

00:21:16: In den siebenzig Jahren bist du an die ETH Zürichau?

00:21:20: Was hast du für ein Bild?

00:21:21: Wie muss man sich das vorstellen.

00:21:22: Du kommst von Island, du kommst auf das Zürich, die Uni mit den Kuppeln ETH.

00:21:27: Gibt es da Bilder?

00:21:28: Gibt's da etwas, was dir gerade aufgefallen ist?

00:21:32: Was mir hier geblieben ist ... Mein Bruder hat gesagt, wenn du in die ETH hineingehst oder so, dann musst du warten und die Türe halten bis der Nächste kommt!

00:21:44: Das war er.

00:21:46: Und dann hat er gesagt, Stoßen heißt drücken.

00:21:50: Also das musst du wissen.

00:21:54: Solche Sachen sind in deinem Geblieben und auf der Sechser Tram, den man einfach spritzt, der ist Tramm Nummer sechs war nicht mehr mit Rössern davor aber man konnte da drauf springen und surfen also man konnte draußen auf dem Stehen ab dem Trettbrett.

00:22:13: Das war ein Höllen-Spaß.

00:22:15: Und das Wäger, die raufgegangen ist?

00:22:17: Poli Bandli?

00:22:18: Polibandli auch, das ist da auch gewesen hat und dann ist mir auch geblieben wenn man die.

00:22:23: meistens haben wir die Treppen genommen.

00:22:26: Das waren so Treppen, so wahnsinnig lange Treppen und kurz kennt ihr oder?

00:22:31: Solche Treppen hat man noch nie gesehen.

00:22:34: Die sind alle irgendwie zwanzig Zentimeter hoch.

00:22:37: So wie wir haben nicht ganz so steil von der Bühne.

00:22:41: Das ist einem aufgefallen.

00:22:43: Und dann im Gymnasium kamen Studenten aus aller Welt Islander, weil man konnte in der Uni nicht alles studieren.

00:22:56: Da kam ein Mathematikstudent aus der Schweiz und die kamen alle in so einen Saal und haben eine Veranstaltung gemacht um die Länder zu ... Präsentieren, wo sie studieren.

00:23:08: Da konnten die Maturanten da kommen und sich informieren wie das ist.

00:23:13: Und ich wollte nach Zürich und mein Bruder war in der ETH und dann kam ich zu dem und er sagte Ja, die ETH!

00:23:22: Das ist die heitgenöschliche Hochschule.

00:23:25: Das ist eine Schule.

00:23:27: Ich bin an der Universität Ja, und was ist der Unterschied?

00:23:39: Habe ich ihn gefragt.

00:23:40: Und da sagte er ja das ist wie wenn du essen gehst in ein Restaurant Da kannst du den Tagesteller bekommen oder du isst Alakard.

00:23:52: Dann habe ich gesagt Was ist Alakart?

00:23:55: Es hatte keine Reste.

00:23:56: Ich wusste nicht so was das ist.

00:23:58: Das hat er ja, dass ist also die Tagestelle.

00:24:01: Da haben die eine Gulaschkanone und die setzen das an am Montag.

00:24:06: Und dann schöpfen sie eine Kelle, die ganze Woche da in der Menge... Das ist die ETA!

00:24:13: Ja.

00:24:14: Und da Alakard kannst du dann ein Hirschfilet oder dann einen Lachs am nächsten Tag und so.

00:24:20: Und das also an der Universität kannst du nach Humboldt, kannst du auslesen was du welche Vorlesung unternehmst und am Schluss prüfen Sie dich hier über alles?

00:24:32: Und das war auch dann so.

00:24:34: Aber am Schluss hat man einfach ... Es waren dieselbe Geologie, ETH und Zürich.

00:24:41: Das war alles dasselbe.

00:24:43: Und am Schluss hatte man eigentlich das Programm des Tagesmenüs.

00:24:47: Hat man einfach nachgeahmt.

00:24:50: Man hat da die selben Vorlesung, es wurde anders geprüft.

00:24:54: Ich bin dann erst nach dem Diplom an der Uni gewechselt auf die ETH in der Ingenieurgeologie.

00:25:04: Weil man gar nicht diese Ingenieurgeologie studieren konnte.

00:25:08: und Diplom, man musste doktorieren um das zu lernen.

00:25:12: Aber viele sagen ja auch, ETH sei doch sehr elitär.

00:25:16: also dass es diejenigen, die dort studierend sind, sagen das ist so eine Haltung wir sind besser als alle anderen Wir sind die elite Schule.

00:25:25: Hast du das auch wahrgenommen?

00:25:27: Also wirklich mehr als Alacarte Unabhängig von Uni und ETH.

00:25:33: Das hat man so nicht gemerkt damals im Studium, aber ich habe es später gemerkt!

00:25:38: Ich habe die Weiterbildung an der ETH eingefürft in angewandten Erdwissenschaften und ich habe Unterrichtetiere an dem interkantonalen Technikum in Später Hochschule Rappersviel- und jetzt Ostsitzejahrelang.

00:25:54: und als ich dann in der Weiterbildung angefangen habe Fachhochschul-Engineure einzuladen für Vorpräge an der ETA, da wurde fast gebremst.

00:26:06: Und ich habe darauf bestanden, die sind ab und genau so ein Recht.

00:26:10: Die sind noch näher an uns Geologen als die Bauengineure von der Eta, weil das ist dann Unterschied.

00:26:18: Damals kamen Handwerker, Tischler, Maurer

00:26:22: usw.,

00:26:23: Zeichner, kamen und lernten an der Fachhochschule Und die anderen waren Maturanten, die Bauingenieure lernten.

00:26:30: Es gibt zwei verschiedene Arten von Bauengineuren und es gibt die ETH, die machen den Design also die komplizierten Brücken und die Tunnel entwerfen.

00:26:43: sie aber diejenigen, die ist am Schluss Bauen das sind die Fachhochschul-Engineure, die Praktiker und die haben beide ihre Berechtigung Und das sind hochqualifizierte Ingenieure.

00:26:58: Auch die Bauunternehmungen führen meistens nicht ETA-Ingenieuren, sondern das sind den Fachhochschulingenieur.

00:27:05: Da habe ich gestanden, was diese Leute in drei Jahren an der Schule

00:27:12: gelernt haben.

00:27:12: Also ich denke jetzt wird es wirklich Zeit, dass wir langsam zu diesem Tunnel kommen hier vorab.

00:27:17: Du sagst du bist nachher heute neunzig Jahre alt und musst ausrechnen.

00:27:21: Was hast du eigentlich genau ausrechnet bei dem Tunnel?

00:27:24: Ich habe eigentlich nicht müssen rechnergroß.

00:27:27: Also wir haben uns untersuchen, also Sondierungen machen, schauen wie der Baugrund ist und den besten Weg finden für beste Linienführung.

00:27:40: Hast Sie gefunden die beste Linieführung?

00:27:42: Wir

00:27:42: haben so nicht die beste Linienführung aber die ist schon aus den Augen wieder verloren!

00:27:47: Ist die wieder weg?

00:27:47: Wo war die beste Linienführung für TUNO?

00:27:50: Die Linie wäre schon ein bisschen so ähnlich, wie das anfangte beim Hülle Stein oder von dem Anschluss der Oberlandautobahn.

00:27:59: Aber was wir untersucht haben, war dann unter den ganzen Stadten und unter den Seen und Unterhurtungen bis an den Anschlussen Fefikon.

00:28:11: Also du hast wirklich vom Hühelstein bis auf die Pfefficke ausgerechnet.

00:28:15: Und was kostet das damals?

00:28:17: Das wüsste ich jetzt nicht mehr.

00:28:20: Das wurde alles ausgerechnet, aber ich habe das nicht in den Kopf.

00:28:23: Ich sage nicht gerne irgendeine falsche Zahl.

00:28:27: Aber du hast herausgefunden es wäre möglich.

00:28:29: Die Geologie sagt hier nicht irgendwie, stopps geht nicht!

00:28:34: Man redet viel über den schlechten Baugrund von Rappersville.

00:28:39: Jona zum Teil... Die Bauern in Iona sind släuer als die Rappers wieder selber.

00:28:46: Warum?

00:28:47: Also, die wissen wo der bessere Baugrund ist.

00:28:49: also deswegen ist Iona so rundherum oder ich weiß es nicht ob es deswegen ist aber das... Aber es war so, also früher ist der Fluss Iona auf der anderen Seite hier auf den Nordseite vom Schlosshügel in den See geflossen und hat sehr viel Kies aufgeschüttet und einen guten Baugrund.

00:29:12: Und dann, nachher hat es sich geändert und ist aber jetzt fließt in den Stampf.

00:29:18: Da hat das zum Teil sehr guten Baugrunden dem Kies.

00:29:22: Aber gleich noch mal sind die Dreißig-Jahre vorbei.

00:29:25: Der Tuno gibt's immer noch nicht?

00:29:26: Ist das nicht irgendwo durch eine Frustration für dich?

00:29:30: Das ist schwierig zu sagen... Also

00:29:35: ganz ehrlich unter uns!

00:29:40: Ja, es ist schade, dass diese Variante... Man hätte gut diesen Verkehr einfach da weg und nicht unbedingt einen Anschluss.

00:29:47: So wäre es für die Maximalvariante gewesen?

00:29:49: Höhelisteit, Pfaffigkeit, Zagbumm!

00:29:52: Mein Partner und früherer Geschäftsführer von der Firma in Rapperswil war ein Sprengfachmann als Bauingenieur und auch im Militär.

00:30:01: Er hat den Behrummensterturm gesprengt und verschiedene Brücken.

00:30:07: Wir haben so eine Ersütterungs-Messung gemacht bei solchen Sprengungen und Rammarbeiten hier in Rapperswild.

00:30:14: Und er hat immer gesagt, die beste Lösung für das Verkehrsproblem in Ropperswil ist man sprengt den Daumen.

00:30:21: Wir

00:30:21: sprengten Daumen?

00:30:22: Ja da muss man einfach... dann geht der Verkehr an uns vorbei!

00:30:26: Also hinten oben nicht mehr über Rappeswild?

00:30:29: Ich muss sagen ich meinte diesen See dann wie die Beste.

00:30:33: Also Seht auf Sprecken also.

00:30:36: Aber nach Hause kommen nach Rappenswillionen auch aus dem Ferien oder irgendwo über den See haben und das Loss, die Katholische Kirche.

00:30:45: Das ist einfach so was unschön.

00:30:49: Und jetzt ist die Variante so... Die war früher noch bei dem Dreiländerstein, sollte dann der.

00:30:55: Das war die mittlere Variante und da war die kurze Variante.

00:31:00: Da kam der Tunnel irgendwo nahe beim Bahnhof heraus.

00:31:04: Das waren immer die Überlegungen.

00:31:06: Man wollte eigentlich drei Kantone involviert haben.

00:31:11: am Anfang und nachher haben die St.

00:31:13: Gallen gemeint, man macht es besser alleine.

00:31:15: dann haben wir nicht problempolitisch das so entscheiden können.

00:31:19: und dann war was kurz vor den Dreiländersteinen auf der St.-Galler-Botten.

00:31:25: Und jetzt ist diese Variante irgendwie ganz kurz.

00:31:29: Gibt es einen Anschlag oder du statt kannst gerne mit Aldim wissen?

00:31:33: Damit der Tunnel doch noch kommt, du mit ihm wüsst sie?

00:31:37: Nein.

00:31:38: Da gibt es nicht einen Ratslag.

00:31:43: Das wird untersucht und ich bin seit mehr als zwanzig Jahren nicht dabei.

00:31:47: Ich habe gesehen die machen auch diejenigen, die jetzt.

00:31:50: Die machen auch Fehler in der Geologie.

00:31:53: also zumindest haben wir etwas gelesen in der Zeitung aus, die da erwarten entspricht nicht alles der Wirklichkeit.

00:32:03: Aber das wird man bemerken, dann hoffentlich bevor wir anfangen zu bauen.

00:32:08: Du wirst du da dich nicht einschalten und sagen Hallo ich bin der Björn Ozz und ich bin die Ethageologe.

00:32:14: Ich weiss dass sie hier falsch liegt.

00:32:16: Nein, das nützt nichts!

00:32:18: Ich habe es versucht.

00:32:20: bei uns ist das Altersheim Schachen ist gerade vor der Haustür von uns gebaut worden.

00:32:28: auch öffentlich habe ich mit Wo die Politikerin Jona gewesen sind, habe ich ein paar Sachen gesagt genommen und hatten einen Baustopp.

00:32:39: Weil sie das nicht genügend untersucht haben.

00:32:41: Und ich erlaube mir das zu sagen.

00:32:44: also ich habe ja keine Verantwortung für nichts außer was ich so selber sage aber ich kann das auch... Also ich muss sagen ist da.

00:32:53: Das ist eigentlich ein bisschen sehr schade.

00:32:56: man zahlt ja die Stoieren hier Da werden Gelder auch verlocht.

00:33:02: Ich habe niemanden von der Stadt hier im Publikum.

00:33:08: Und die hatten einen Baustopp und haben dann das nachher ein.

00:33:12: Dann haben sie sich erlaubt, in der Zeitung habe ich das gelesen ... Die Kosten gleichen Sie aus indem Sie in den Toiletten vom Gepp Herät keine Dusche haben!

00:33:26: Also ist das so... Das ist so als

00:33:28: von Harnbüchern.

00:33:52: Wir kommen jetzt zu unserem dritten Thema, das Schellenursli.

00:33:57: Du hast ja am Anfang die Glocke gelautet und ich finde es schon noch speziell.

00:34:02: Als ETH-Professor hast du auch Vorlesungen eingelauten mit dieser Glockel und hast als Björn unterschrieben.

00:34:10: Björnen sind eigentlich auch Ursli?

00:34:13: Ja!

00:34:14: Ich finde das noch speziell, du bist ja eigentlich doch ein Professor aber hast dich dann sehr nahbar gezeigt.

00:34:19: Wie bist du zu diesem Schellen rausgekommen?

00:34:21: Als ich fertig war mit dem Studium und mich verabseidete um nach Island zu gehen wo ich die Tunnel und Demme usw.

00:34:31: Kraftwerke bauen wollte, dann hat es einen Fest gegeben und da haben meine Kommilitonen mir eine grosse Messingfarbene Glocke, das ist nicht diese hier.

00:34:43: Die Messingglocke die ist in Island jetzt mit so einem bunten Kurto oder so.

00:34:53: Das haben sie mir geschenkt und haben gesagt, da hängst du dir jetzt um den Hals, dass du ein Nebel verloren bist.

00:35:01: Also deine Mitstudente haben Sie das gar dort?

00:35:04: Zürich?

00:35:04: Ja!

00:35:05: Und da sind wir.

00:35:06: fünf Jahre später, sind wir wieder zurück und hier dann nach Iona gekommen.

00:35:11: Dann habe ich das auch gehabt bei mir in meinem Büro.

00:35:14: Und dann habe ich in zweiundneunzig angefangen mit der Weiterbildung an der ETH.

00:35:22: Als ich aus dem Haus ging, habe ich die Glocke gesehen auf dem Regal und hab sie einfach mitgenommen.

00:35:28: Dann hab ich so gedacht, dass es ja gut ist, Vorstellende Rede hält.

00:35:36: Und ich muss, fünfundzwanzigmal danken für den Vortrag und ich muss sagen, wann?

00:35:43: am Morgen beim Frühstück jetzt beginnt dann jeder Vortrack.

00:35:48: nach jeder Pause habe ich diese Glocke gehabt und hab die geläutet dass sie alle kamen.

00:35:53: Und ist grösser gewesen?

00:35:55: Ja das ist etwa dieser Größe.

00:35:56: ja Dann hat jemand angefangen.

00:36:00: Das war mein Markenzeichen und jemand hat dann gesagt, ja du bist der Scheldenursli.

00:36:05: Und wenn Hästchen zum ersten Mal das Buch in Tant knallt?

00:36:08: Das haben wir als Geschenk bekommen hier in Iona von Freunden aus Zürich.

00:36:13: Die haben glaube ich eher meiner Tochter, glaubte der Sohn war noch nicht geboren, ihr das geschenkt.

00:36:22: Und das waren einfach ein Buch und danach habe ich das den Kindern vorgelesen.

00:36:25: Aber

00:36:28: gab es hier eine Verbindung zu diesem Buch oder war das einfach eine Geschichte?

00:36:32: Das ist ein sehr schönes Buch.

00:36:35: Ich habe ihn nicht so richtig dahinter geschaut, im Grunde genommen.

00:36:39: Es war am Anfang ein sehr schöner Buch, was die Kinder gerne gehört haben und ich habe dann irgendwann auch an der ETH vor vielen Jahren, also lange bevor ich aufhörte, angefangen zu unterschreiben.

00:36:55: Also ich habe Prüfungseinladungen gemacht Und da habe ich dann das mit Björn Ozzon alle Asellenursli und des Reben.

00:37:06: Aber du hast ja gleich irgendeine Verbindung zu dem Schellenursl, mit diesen Glocken?

00:37:11: Ja!

00:37:13: Was war es denn, dass dich so an dieser Geschichte fasziniert hat?

00:37:19: Bist du auch einer mit den kleinen Glockern gewesen?

00:37:22: Nein... Ich habe das gemerkt eigentlich nachdem ich das schon gedichtet hatte.

00:37:27: Das ist so komisch.

00:37:29: Der Grund, warum ich das gemacht habe, ist dass jeder Islander der etwas auf sich hält.

00:37:36: Der gibt ein Buch heraus.

00:37:39: Also geschrieben hast du ja nicht?

00:37:40: Das hat jemand anders?

00:37:42: Ja!

00:37:44: Ich hab es einfach verbessert.

00:37:49: Tatsächlich aber ich haltet.

00:37:51: Was haste du verbessert?

00:37:53: Also das ist die alte Tradition der Dichtung Ist ja eine ganz andere als das, was wir hier haben.

00:38:02: Und da sind uralte Regeln, die man in alten isländischen Gedichten, die eigentlich entstanden sind bevor Island entdeckt wurde – vielleicht im fünften und sechsten Jahrhundert!

00:38:18: Und im neunten Jahrhundert wurde Island besiedelt.

00:38:21: Aber diese Gedichte wurden in mündlicher Überlieferung weitergegeben und das ging eigentlich nur, weil man nicht nur ein Reim hat am Ende sondern man hatte Strukturen an Innenreimen und so Buchstaben die sich wiederholen.

00:38:46: Man hört es auch, wenn man das bricht und diese sind so gebunden, dass man viel leichter das Gedicht auswendig lernen kann.

00:38:55: Und das war auch im Mittelalter.

00:38:56: in Italien hat man auch so gedichtet.

00:38:59: Aber dann duscht du dich da mehr vom Inhalt entfernen?

00:39:02: Du findest eigentlich fast die Form wichtiger, dass sich das Reim, dass der Struktur in sich hin hat.

00:39:09: Und weniger die Inhaltgeschichte von diesem Bauern, wo die Kleinstglocken überkommen und ausgelacht werden?

00:39:17: Der Inhalt ist eins zu eins.

00:39:21: Die Geschichte ist ganz dieselbe!

00:39:23: Also wenn ich jetzt das übersetzen würde einfach frei, ohne dass... Ich habe es aus dem Deutschen genommen.

00:39:31: dann kommt genau die selbe Geschichte.

00:39:34: Das Faszinierende ist, und das war reihe dich, das Erstaunliche bei mir!

00:39:39: Ich wollte einfach dieses Buch, jeder Islender will einen Buch schreiben.

00:39:45: Da gibt es eben so ein uraltes Gedicht.

00:39:59: Das ist dann aus dem fünften sechsten Jahr unter, das heißt es stirbt das Geld und es sterben die Verwandten und Freunde.

00:40:10: Und man selber stirbt auch irgendwann mal.

00:40:14: aber der gute Ruf den man sich schafft im Leben, der stirbt nie!

00:40:22: Und deswegen habe ich das Buch weil das ist ein Schweizer Kulturgut Und das ist jetzt in Islanden der Nationalbibliothek, ich habe überall auch registriert.

00:40:32: Da habe ich fünf Exemplare geliefert und das bleibt, dass es jetzt im Verkauf in Island verkauft sich sehr schlecht.

00:40:42: Also ein Riesenverlustgeschäft.

00:40:45: oder ob man Verlag gründen müssen weil da wollte niemand das machen.

00:40:52: Das ist eine Geschichte.

00:40:53: die wollten das gar nicht.

00:40:56: Und ich habe, als ich angefangen habe, dass so dichten habe.

00:40:58: Ich gar nicht mehr gewusst, dass das gereimt war, dass es Gedichte waren.

00:41:03: Ich dachte können die Geschichte übersetzen was ja leicht ist und dann hab' ich gesehen, da sind Gedichte also muss sie sich dichten!

00:41:12: Da muss sie aber richtig dichten nach den alten Regeln weil das andere sag mal das in deutschen.

00:41:24: Das würde man, es wäre böse gesagt, aber man nennt das auf Islandisch.

00:41:31: Wenn man schlecht dichtet dann heißt das eine Slammslepperei und da habe ich schon vorgesorgt.

00:41:41: bevor das gedruckt wurde hab ich das einem isländischen Dichter einen der besten den Besten in Islam gegeben.

00:41:49: Der hat das gelesen und hat kaum was ändern müssen.

00:41:55: Das war irgendwie drin.

00:41:58: Also du müsstest quasi die deutsche Version jetzt noch neu dichten?

00:42:01: Nein, die ist perfekt!

00:42:03: Und die heteroromanischen bestimmt auch...

00:42:08: Ich denke es wird Zeit, dass wir mal reinlosen wie das klingt.

00:42:12: Wir starten ganz mit dem Anfang dieser Geschichte.

00:42:17: Ich lese zuerst Deutsch und dann lese ich es aus Islandisch.

00:42:20: vielleicht zweimal hoch in den Bergen weit von hier Da wohnt ein Düblein, so wie ihr.

00:42:30: In diesem Dörfchen arm und klein ganz unten steht sein Haus

00:42:36: allein.".

00:42:39: Und jetzt auf Islandis?

00:42:59: In der ersten Zeile kommt ein Viertelm, das ist zweimal Fj.

00:43:07: Und dann beginnt die nächste Zeile auch mit Fj.

00:43:11: Das ist dieser Innenverband in dem Gedicht.

00:43:16: und dann kommt Snöchter Thehtathor aus Maut Zahr, da ist diese komische Buchstabe, dass es dann ausgesprochen wird Und dann hat man aber der Reim auch.

00:43:37: Das ist so zwei verschiedene Reime dort und das ist so klassisch, nach den Rieseln.

00:43:44: die sind dichte Kunst.

00:43:46: Aber es ist dann ... Die Betonung ist auch wichtig.

00:43:49: also da muss am richtigen Ort müssen diese Fj müssen stehen.

00:43:54: und Fj ist noch eine Idee.

00:43:57: besser als normalerweise genügt Einbuchstabe Aber wenn man Fj noch besser wäre, dann kommt dann FjA und nachher an FjU.

00:44:13: Besser wäre, wenn alles mit FjD ist oder alles mit fj da.

00:44:17: Das wäre noch eine höhere Kunst als was ich geschafft habe!

00:44:31: Er führt uns, nauwillig wird dir.

00:44:35: Snot der Zetathorpo-Smaut, sarsdenturn use ans Nächstechtolaut Da ist eigentlich bei der dritten Seile sind diese komische Buchstaben zetathorf ozar Aber es ist auch Es, snot os maut, tarsdenter.

00:44:57: also auch wieder mit einem S. aber Das gilt nicht, weil das erste S ist so weit weg von dem S am Ende der Zeile.

00:45:08: Deswegen muss T davor.

00:45:10: Das sind diese Bindungen.

00:45:11: Wenn

00:45:12: ich es jetzt aber von der Länge ansehe, du hast die letzte Ziele einiges länger als in der deutschen Version hier ihr klein allein und jetzt hier im Islandisch ist die letzte Ziel etwas lang?

00:45:26: Ja da hast du völlig recht!

00:45:28: Da ist

00:45:30: eine Magel.

00:45:31: Das ist ein Magel.

00:45:32: Aber es kommt auf die Betonungen trotzdem an, also ich...

00:45:36: Ja?

00:45:36: Das kann man lassen!

00:45:40: Aber das ist ein Magel.

00:45:49: Gehen wir noch zu einer zweiten

00:46:02: Stelle, wo der Schallenurs wie allein laufen tut auf dem Steg?

00:46:09: Schon macht er sich schnell auf den Weg und fürchtet weder Wald noch Steig.

00:46:31: Nein, hinauf hinauf.

00:46:32: Also das heißt immer nach oben und hat keine Angst vor Feldern oder Rutschungen.

00:46:40: Und Rutschen?

00:46:41: Ja!

00:46:42: Weil da ist so ein Stein.

00:46:44: also Massenbewegung ja... Das ist der Stein der auf dem Bild rutscht.

00:46:52: Für das Stein-Slaut.

00:46:53: Ah, so ist klar, dass du den Steinschlag in einem Schadstadtsteak an der Damm, wo der Weg sprengt geworden ist und jetzt Steinschläge worden ist?

00:47:04: Das ist ... Karicette ist ja super oder da hat er diesen Stein für mich gemacht, dass ich das auch aufwiesen habe, wenn es machen kann.

00:47:12: Hast

00:47:14: du geplant noch mal ein Wieterspuch zu besetzen?

00:47:17: Florina mit der Vögelin?

00:47:18: Also Florina ist ein wunderbares Buch!

00:47:21: Das ist fast noch besser als das, weil da ist auch ein Kulturerbe.

00:47:28: Und da ist einfach so eine wunderschöne Szene wo die Florina hat dieses Weltvögelchen gefunden und beiden Hühnern und die Hühnen picken sie oder man kann sich das vorstellen wie das ist und sie versucht ihr dem Vogel einen roten Kamm anzubinden damit dass sie auch akzeptiert wird bei den Hühnern.

00:47:54: Also das ist, wie man mit dem Fremden umgeht in der Schweiz.

00:47:57: Also früher zumindest... also die Schweizer machen das besser als alle andere hier rund um uns herum.

00:48:07: Ich bin auch Schweizer geworden.

00:48:08: ich habe Mühe mit manchen was da läuft aber uns ist es hier oder euch ist es gelungen den Ungarn, mit den Tschechienn und mit den Tamilen.

00:48:20: Also mit den Leuten aus den Jugoslawien wo man auch so seine ... das habe ich dann auch im Mittelpunkt, wo man seine Mühe gehabt hat.

00:48:30: aber man hat irgendwie das geschafft diese Leute zu integrieren.

00:48:35: und das ist ganz ganz anders als dass zum Beispiel in Stockholm in den Außenbezirken von Stockholm oder in Marseille Wo dann Kinder aus der dritten, vielleicht sogar der vierten Generation derart repelieren und also da ist was schiefgegangen.

00:48:54: Und Leiter ist die Gefahr auch hier und die ist auch in Island.

00:49:00: aber ich habe versucht, also Florina das ist nicht gegangen.

00:49:07: Das kam von selbst!

00:49:10: Eben muss diese anderen Bücher weg.

00:49:16: Das war so, beim Schellenostli ist das automatisch gekommen und nachher kam die Ablehnung von den Verlagen.

00:49:28: Da kamen die Schublade bei mir, da kam die Corona-Zeit.

00:49:32: Ich habe es dann verbessert usw.

00:49:35: Und dann habe ich angefangen mich zu interessieren, dann habe ich halt auch die Geschichte erst dann verstanden.

00:49:42: Richtig so!

00:49:43: Und dann kam der Krieg in der Ukraine und das Buch und das realisieren vielleicht auch sie nicht alle hier.

00:49:54: Das ist entstanden in den Kriegsjahren.

00:49:59: Sie hat eigentlich diese Gedichte gemacht, so im Jahr neununddreißig all die Selenations.

00:50:08: Ich wollte Lehren werden und kam nach Zoos.

00:50:13: Und da hat es nichts gegeben im Rhetoromanischen für die Kinder, und dann hat sie angefangen zu schreiben mit so zwanzig Jahren.

00:50:23: Da hat das Gedichte ... In der Zeit, wo die der Nazismus aufkam in Deutschland war sie in Zürich.

00:50:34: Und die hat dann eine Stelle bekommen an der ersten Montessori-Schule in Züri und da ging sie dann regelmäßig im Niederdorf in das Kapare-Kornischon oder die Sauregurke.

00:50:49: Da waren technische Zeichen nicht ein Kunstmaler.

00:50:55: Der hat das gelernt und er hatte dann die Kostüme und die Flipchats, die sie dort hatten für diese Kabarett.

00:51:04: Und die haben sich lustig gemacht über den Nasisten!

00:51:09: Und der hat das gemalt und die konnten das irgendwie machen weil sie wahrscheinlich Zürich-Deutsch gesprochen haben... Die Spione haben das nicht verstanden was da lief aber auf jeden Fall sie hat dann ihn.

00:51:23: Sie war dann verheiratet in Quarta mit einem Architekten, der das Dorf so schön renoviert hat und hat ihn eingeladen.

00:51:34: Er soll dort diese Gedichte illustrieren.

00:51:37: Er dürfe zwei Monate nach Quarta kommen bei ihnen wohnen und das illustriern und er kam dann vom vierzig.

00:51:49: Da war er jeden Sommer dort am Illustrieren von diesem Buch.

00:51:54: Man hat gesagt, dass die Selenationssaison perfektionist ist.

00:51:58: Das war nie gut genug!

00:52:00: Was er gemalt hat, aber der Tatsache ist, dass er wurde zu einem Kunstmaler in dieser Zeit.

00:52:07: Aber das Argument bei Oral Füessli, also das sie gefunden haben doch mit uns jetzt auf Islandisch übersetzen, war eigentlich der Inhalt der Geschichte?

00:52:17: Ja, und auch dieser Hintergrund hat sie überzeugt.

00:52:21: Also das ist nicht nur Kalandamerz sondern die Hoffnung auf eine gute Zeit nach dem Krieg.

00:52:31: Das

00:52:32: steckt da hinter der ganzen Geschichte.

00:52:35: Das wissen wenige Leute und denken, dass es nur Karneval

00:52:39: war.

00:52:39: Die Hoffnung einer guten Zeit nachm Krieg?

00:52:43: Vielen Dank, Björn Ozzan.

00:52:45: Für die Bilder, die du uns mitgebracht hast... Ich sehe Island, ich sehe es mehr!

00:52:50: Ich sehe die Weite mit dem Garten deiner Mutter und deine Sehnsucht von Island.

00:52:56: Aber auch den Schellenurs wie als Hoffnungsbotschaft für Nachm Krieg, der Frieden.

00:53:02: Vielen Dank für all das, was du

00:53:05: mitgegeben hast.

00:53:06: Sehr gerne.

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